Der Sprachkurs
Vor einem Jahr habe ich angefangen, einen Italienischkurs an der Volkshochschule zu besuchen. Ich hatte schon immer Interesse an der italienischen Sprache und Kultur, und da ich im Sommer nach Italien reisen wollte, fand ich es sinnvoll, die Grundlagen zu lernen. Der Kurs findet einmal pro Woche abends statt und dauert zwei Stunden. Die Gruppe besteht aus zwölf Personen, die alle unterschiedliche Gründe haben, Italienisch zu lernen. Die Lehrerin kommt ursprünglich aus Florenz und spricht perfekt Deutsch und Italienisch. Der Unterricht macht richtig Spaß.
Am Anfang war es gar nicht so leicht. Die italienische Aussprache ist zwar einfacher als die englische, aber die vielen Verbformen haben mich anfangs verwirrt. Besonders der Konjunktiv und die Vergangenheitsformen waren eine Herausforderung. Meine Lehrerin hat uns aber mit vielen Gedichten, Liedern und kleinen Spielen geholfen, die Grammatik besser zu verstehen. Nach ein paar Monaten habe ich gemerkt, dass ich immer sicherer werde. Ich kann jetzt einfache Gespräche führen und mich im Restaurant oder Hotel verständigen. Das ist ein tolles Gefühl.
Neben dem regulären Kurs unternehmen wir auch etwas zusammen. Letzten Monat waren wir in einem italienischen Restaurant, wo wir nur Italienisch sprechen durften. Der Kellner fand das sehr lustig und hat mit uns auf Italienisch gesprochen. Es war ein bisschen peinlich, als ich statt „Gabel" (forchetta) „Flasche" (bottiglia) gesagt habe, aber alle haben gelacht und es war nicht schlimm. Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Diese praktischen Übungen helfen mir sehr, meine Angst vor dem Sprechen zu verlieren.
Mein Ziel ist es, nächstes Jahr die B1-Prüfung zu machen und vielleicht später einen Fortgeschrittenenkurs zu besuchen. Ich habe gemerkt, dass Sprachenlernen nicht nur nützlich ist, sondern auch viel Freude bereitet. Man lernt nicht nur die Sprache, sondern auch viel über die Kultur und die Menschen eines Landes. Meine italienische Lehrerin sagt immer: „Eine neue Sprache ist wie ein neues Fenster zur Welt". Ich finde, sie hat recht. Vielleicht werde ich irgendwann auch mal Spanisch oder Französisch lernen, aber erstmal konzentriere ich mich auf Italienisch.
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