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Letztes Jahr hatte Nina die Chance, an einer internationalen Jugendbegegnung in Berlin teilzunehmen. Jugendliche aus sechs verschiedenen Ländern kamen für zwei Wochen zusammen. Das Thema war „Kulturen verbinden”. Nina war aufgeregt — sie hatte noch nie mit Menschen aus anderen Ländern zusammengelebt.
Am ersten Tag stellten sich alle vor. Es gab Jugendliche aus Frankreich, Spanien, Polen, der Türkei, Italien und Deutschland. „Hi, ich heiße Elena und komme aus Madrid”, sagte ein Mädchen mit einem breiten Lächeln. Nina war sofort neugierig. Nach dem Abendessen setzten sie sich zusammen und erzählten von ihren Heimatländern.
Sie lernten viel über die Traditionen der anderen. Die Spanier zeigten ihnen, wie man Paella kocht. Die Italiener brachten selbstgemachte Pasta mit. Und die Türken servierten traditionellen Tee. „In Polen essen wir zu Weihnachten zwölf Gerichte”, erzählte ein Junge namens Lukas. Alle staunten.
In Workshops sprachen sie über Vorurteile und Gemeinsamkeiten. „Wir sind alle verschieden, aber wir haben auch so viel gemeinsam”, sagte Nina in einer Diskussion. „Genau darum geht es”, antwortete die Gruppenleiterin. „Vielfalt ist eine Stärke.”
Am Ende der zwei Wochen waren alle sehr traurig. Sie hatten Freundschaften geschlossen, die über die Ländergrenzen hinausgingen. „Wir müssen uns wiedersehen!”, rief Elena, als sie sich verabschiedeten. Nina nickte. „Nächstes Jahr komme ich nach Spanien!” Sie wusste: Diese Erfahrung hatte ihren Blick auf die Welt für immer verändert.
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